
Und ich liebe dich, weil ich dich brauche.
Brauche dich nicht, weil ich dich liebe.
Spiele mit den Worten und du verstehst kein Wort,
weil du mich nicht brauchst, nicht liebst,
nicht zu lieben brauchst, das ist dein letztes Wort.
Ich erhoffte mir die Freiheit, doch frei war nur die Hoffnung.
Hoffnungslos dich frei zu lieben, mit Worten Sehnsucht erklären.
Erklärt sich doch die Sucht des Sehnens von allein.
Hoffnungsvoll bastle ich mir liebevolle Worte,
dich zu überzeugen, doch deine Überzeugung ist die Freiheit,
somit kennst du keine Sehnsucht.
Brauch ich doch Liebe zum atmen, atmest du dich um den Verstand.
Verlangst Verständnis, weil ich doch will, dass du mich liebst.
Brauchst du denn mehr Luft als ich oder glaubst du es nur?
In Luftlinie gedacht sind es Meilen. Meilenweit entfernt,
der Glaube verklärt, hoffnungslos gebraucht,
die Sehnsucht zu lieben und am Ende daran erstickt,
weil die Freiheit zu groß und der Atem zu tief war.
Abgedruckt im Hamburger Abendblatt Journal, 2008
