
Du sagst, ich bringe den Frühling und alles erblüht.
In den Farben der Kirschbaumblüten, die dicht gedrängt die Welt bevölkern und alles scheint rosarot.
Dein Lachen hast du verloren geglaubt, doch nun ist alles wieder ein Ganzes.
Sieh dir die anderen an mit ihren ernsten Gesichtern; du bist so nicht mehr.
Dein Leben hat wieder einen Sinn, du hast Freude daran, du hast mich – dabei wohl falsch interpretiert.
Du sagst, ich bringe das Leben und wo wir sind wird kein Schatten sein. Doch wer ist das Licht, wenn du es nicht bist und ich bin es nicht.
Auf unseren Wegen werden keine Steine liegen, doch wo soll ich gehen, wenn du da jetzt stehst.
Ich soll nicht immer alles so negativ sehen, doch du machst es nicht gerade positiv. Deine Vorstellungen sind nicht mehr als Träume über die reden kannst, und reden und reden, aber du gehst nicht mal den ersten Schritt.
Und wenn ich ihn für dich gehen will, dann setz ich dich damit unter Druck.
Ich könne es dir auch gleich ins Gesicht sagen, dass du ein Verlierer wärst, der nichts mehr zu verlieren hat.
Du sagst, ich bringe dich allmählich um den Verstand, nur weil du nicht verstehst worum es wirklich geht.
Und dann tust du das, was du am besten kannst.
Grab in dunklen Ecken und halte mir vor ich würde alles zerstören mit nur einem Satz. Geh, und mal die Stadt schwarz an, weil der Frühling viel zu bunt ist.
Schrei küssende Pärchen im Park an, weil gerade kein Zeitpunkt zum glücklich sein ist. Wie kann jemand lachen, wenn ein anderer weint. Wie kann einer von Liebe sprechen, wenn der andere Hass meint.
Und ich denk, alles ist Frühling und alles ist Herz,
alles ist Leben und alles ist Schmerz.
Ich habe dir nie versprochen mehr zu bringen als mich.
Du sagst, ich bringe den Schmerz, weil ich mich am Leben betrinke, um den Boden unter den Füßen nicht mehr zu spüren.
Ich würde sein wie ich bin, um dich zu verletzten, ich wüsste dich und deine Liebe nicht richtig zu schätzen.
Vielleicht hab ich da was falsch interpretiert.
Vielleicht hätte ich zu dir aufschauen müssen, damit du dich lebendig fühlst.
Vielleicht hätte ich mich von dir künstlich beatmen lassen sollen, damit du dich wichtig fühlst.
Ich war nie mehr als ein Anhalter, der in deinem Leben mitgefahren ist, ganz planlos immer mit dir mit, du würdest schon wissen wo die Straße hinführt, mit deinem Lebensplan in der Hand.
Vollgas, linke Spur, immer an allen vorbei, vorbei, vorbei, so dass der Blick aus dem Fenster einem surrealistischen Gemälde glich.
Doch für dich ist alles zur Einbahnstraße geworden und was wir noch teilen ist der Tunnelblick.
Du sagst, ich bringe das Ende im Anfang schon mit.
Ich hätte eh nie an uns geglaubt und war immer auf der Suche nach was Besserem, Besserem, Besserem. Was wäre den besser gewesen?
Du hast keine Antworten, weil dir die Fragen ausgehen. Du warst nie mehr als eine Zwischenstation in meinem Leben, so denkst du.
Ich sag dir jetzt mal was.
Ich wäre mit dir bis ans Ende gefahren und noch viel weiter.
Wenn du nicht schon dein Scheitern im Herzen getragen hättest.
Ich hätte für dich den Himmel eingerannt und wär auch durch die Hölle gegangen.
Doch wer den Himmel selber in Brand steckt, kann keine Gnade erwarten.
Und wie Blätter fallen meine Worte zu Boden, substanzlos und jeder Kraft beraubt.
Ein Haufen leerer Gedankenmüll, der zerstreut wird durch den Wind den du darum machst.
Und wenn du mich aus deinem Leben schickst, dann willst du mich hassen können,
du hast es nicht fassen können, wirst es nicht lassen können mich nicht mehr zu lieben.
Und dann tust du das, was du am besten kannst.
Such im Dunkel nach Sätzen, die ich im Streit sagte, um alles zu zerstören.
Geh, und steck dir Welt in Brand, weil es so viel Schönheit in ihr gibt.
Schwärz die Liebenden für ihre Fehler an, weil sie nur Menschen sind und nach Vergebung verlangen.
Wie kann einer weiter laufen, wenn der andere fällt. Wie kann einer weiter machen, wenn der andere alles für beendet hält.
Wie kann jemand lachen, wenn ein anderer weint. Wie kann einer von Liebe sprechen, wenn der andere Hass meint.
Und ich denk, alles ist Frühling und alles ist Herz,
alles ist Leben und alles ist Schmerz.
Ich habe dir nie versprochen mehr zu bringen als mich.
Doch hättest du nicht mehr erwartet, hätt ich dir die Welt gebracht.
